Camping-Kolumne: Teil 4

Was ist denn nun «Wildcampen» und was wird als «Freistehen» bezeichnet? Das ist leider nicht eindeutig definiert. Wir versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Grundlage zum Wildcampen in der Schweiz bildet das sogenannte «Jedermannsrecht» bzw. das «Jedermannszutrittsrecht». Dies erlaubt es grundsätzlich für ein bis zwei Nächte zu übernachten. Schilder weisen auf etwaige Ausnahmen hin. Das frei stehen mit einem Wohnmobil oder Campervan ist gesetzlich also nicht direkt verboten.


Rücksicht nehmen

Trotz der allgemeinen Erlaubnis zum Wildcampen bzw. Freistehen wird natürlich immer zu Rücksicht gegenüber Mensch und Umwelt gebeten. So sollte man in unmittelbarer Nähe von Berghütten, Klettergebieten oder grundsätzlich in Wäldern, Auen und Feuchtgebieten auf das Campieren verzichten. Zudem gilt bei jeder Art von Camping – egal ob wild oder auf Campingplätzen: den Platz immer sauberer verlassen, als man ihn vorgefunden hat. So macht man nicht nur der Umwelt einen Gefallen, sondern sorgt auch dafür, dass andere Camper denselben Ort ebenfalls weiterhin geniessen dürfen.


Die besten Stellplätze

Der Reiz in der freien Natur zu stehen, entweder direkt im Wald, auf einem Berg oder am Wasser ist beim Campen allgemein recht gross. Daher steigt mit der grösser werdenden Camping-Community natürlich auch der Andrang auf diese Art von “Schlafplätze” stark an. Wir haben fast alle Arten von Stellplätzen ausprobiert und grundsätzlich lässt sich sagen: es lohnt sich, Zeit in die Stellplatzsuche zu investieren. Ein bisschen abseits findet man oft die schönsten Plätze und wenn man Glück hat, ist man sogar für sich alleine.


Was noch zu beachten wäre

Hat man dann einen Stellplatz gefunden, der einem zusagt, sollte man sich richtig “stellen”. Möchte man morgens mit Blick aufs Meer, die Berge oder das Tal aufwachen? Ist der Camper ungefähr ausnivelliert? Ein Tipp: man sollte nie zu spät oder gar in völliger Dunkelheit einen Stellplatz aufsuchen. Erstens hat man dann nichts mehr von der tollen Aussicht, zweitens kann man sich nie sicher sein, ob es nun “okay” ist hier zu stehen oder nicht und drittens ist das Befahren von unwegsamen Gelände bei Nacht in vielen Teilen der Welt unverantwortlich der Flora & Fauna gegenüber.


Zu Pam & Angi: die beiden begnadeten Camper, die am liebsten jede freie Minute in ihrem “Nobody” – so haben sie ihren Pössl 2Win Plus getauft – unterwegs sind, möchten noch mehr Menschen fürs Campen begeistern und geben auf ihrem Instagram Account @pamxangi spannende Einblicke in ihr Teilzeit-Vanlife.

Noch mehr Informationen über das Paar gibt’s auf www.pamxangi.com.

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